Ein paar Fakten gefällig?
Alle grünen Fakten findest du hier.
Das Lexikon werde ich immer wieder updaten, sodass es an nichts fehlt:

Better Cotton Initiative

Ziel ist die Verbesserung der Umwelt- und Arbeitsbedingungen im Baumwollanbau. Die Anbaubetriebe müssen Einstiegskriterien erfüllen und dann Verbesserungen nachweisen. Rund 12 Prozent der weltweiten Baumwollproduktion waren 2016 BCI zertifiziert. Die Better Cotton Initiative zertifiziert keine Endprodukte, sondern zielt darauf ab, die weltweite Baumwollproduktion insgesamt nachhaltiger zu machen.

 

Blauer Engel

Der blaue Engel ist ein Siegel vom Umweltbundesamt und hat einen recht hohen Umweltanspruch und eine umfassende Chemikalienregelung entlang des gesamten Produktionsprozesses.

ABER:

Die Grenzwerte für schädliche Chemikalien sind nicht sehr hoch und selbst nach der letzten Überarbeitung bleiben sie hinter Greenpeace-Detox-Standards oder etwa Made in Green zurück.

 

Bluesign Siegel

Bluesign regelt sehr umfassend die Chemikalienrisiken für die gesamte Herstellungskette. Es gibt eine lange Liste an negativen Chemikalien für bedenkliche Stoffe und strenge Richtlinien und zusätzlich eine Positivliste, den Bluesign- „bluefinder“, mit Alternativen.

Cradle to Cradle Siegel

Cradle to Cradle („Von der Wiege zur Wiege“) ist ein Siegel der gemeinnützigen Organisation Cradle to Cradle Products Innovation Institute. Ziel ist die Förderung eines Wirtschaftssystems ohne Abfall.

Die Produkte werden nach 5 Kategorien bewertet: Materialgesundheit, Wiederverwendung, erneuerbare Energien, soziale Fairness und Wasser.

Es gibt fünf Zertifizierungsstufen: Basic, Bronze, Silber, Gold und Platin.

 

Cotton made in Africa

Das Siegel richtet sich an Kleinbauern im Baumwollanbau. Anforderungen an weitere Verarbeitungsstufen werden nicht gestellt. Cotton made in Africa (CmiA) ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation (AbTF), die durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe leistet, und so maßgeblich zur Armutsbekämpfung in Subsahara-Afrika beiträgt. Ziel ist es die sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensumstände von Baumwollkleinbauern nachhaltig zu verbessern. In Schulungen vermittelt Cotton made in Africa den Baumwollbauern moderne, effiziente und umweltschonende Anbaumethoden, die ihnen helfen, die Qualität ihrer Baumwolle zu verbessern, höhere Ernteerträge und damit ein besseres Einkommen zu erzielen.

EU-Ecolabel

Das EU Ecolabel wurde 1992 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Das EU-Ecolabel steht für „umweltfreundlichere und gesündere“ Produkte und ist laut Greenpeace ein eher massentaugliches Label.

ACHTUNG:

Der Anspruch des EU-Ecolabels ist niedriger als der von GOTS, IVN und Bluesign.

Fairtrade Certified Cotton

Das Siegel Fairtrade Certified Cotton steht für sozialverträgliche Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Baumwollproduktion. Es richtet sich insbesondere an Kleinbauern. Die Lizenzgebühren und ein Anteil des Fairtrade-Aufpreises werden für Projekte in den Produktionsländern genutzt. Das Siegel stellt außerdem Anforderungen an einen umweltverträglichen Baumwollanbau.

Fairtrade Textile Production

Das Siegel Fairtrade Textile Production zielt darauf ab, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie zu verbessern. Außerdem unterstützt es eine umweltverträgliche Produktion. Das Siegel beinhaltet auch, Händler von Textilien mit Hilfe von Lizenzverträgen zu fairen Handelsbedingungen zu verpflichten.

Fair Wear Foundation

Die Fair Wear Foundation ist eine Initiative von NGOs, Gewerkschaften, Wirtschafts- und Handelsverbänden, bei der Textilfirmen Mitglied werden können. Rund 70 Unternehmen aus Österreich, Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Schweden, China, Großbritannien und der Schweiz sind mittlerweile Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF). Eine Übersicht der Marken findet sich hier.

Ziel ist, die Arbeitsbedingungen in Unternehmen der Textilindustrie weltweit zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Betrieben, in denen Textilien genäht werden.

Konkret fordert die Organisation acht soziale Mindeststandards, die sich an den Richtlinien der International Labour Organisation (ILO) orientieren:

  1. keine Zwangsarbeit
  2. keine Diskriminierung
  3. keine Kinderarbeit
  4. Versammlungsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen
  5. Existenzlohn statt nur Mindestlohn
  6. keine exzessiven Überstunden
  7. sichere und gesundheitsunschädliche Arbeitsbedingungen
  8. rechtlich verbindliche Arbeitsverträge

GOTS-Siegel

Das wohl bekannteste und am weitesten verbreitetes Siegel. GOTS steht für Global Organic Textile Standard und ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien.

ABER:

Das GOTS Zertifikat verbietet zwar alle besonders gefährlichen Chemikalien aber Abwasser- und Klärschlammtests sind nicht erforderlich, um die tatsächlichen Fabrikemissionen zu testen. Und was die Rückstände der Chemikalien in den fertigen Textilien anbelangt, ist GOTS etwas lückenhaft und vergleichsweise schwach.

 

Global Recycle Standard

Ziel des Siegels ist es, die Lieferkette der Textilherstellung nachhaltiger zu gestalten. Es stellt die Rückverfolgbarkeit der Materialen und die umweltfreundliche Produktion sicher. Der Fokus liegt entsprechend auf der Herstellung der Fasern. Die Zwischenstufen der Verarbeitung und das Endprodukt werden nicht kontrolliert. Das Siegel darf verwendet werden, wenn ein Produkt zu einem Anteil von mindestens 20 Prozent aus recycelten Materialien besteht.

IVN Best Siegel

Dieses vor allem im europäischen Raum bekannte Qualitätszeichen ist derzeit der Standard mit den höchsten Ansprüchen an textile Nachhaltigkeit und zeigt das im Augenblick maximale realisierbare Niveau auf.

Für die gesamte Lieferkette vom Anbau der Fasern bis zum Endprodukt sind alle wichtigen Chemikalien verboten. Für Anbau und Verarbeitung definiert der IVN strenge Sozialstandards.

Das Siegel bildet die gesamte textile Produktionskette ab, in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht.

Oeko-Tex Made in Green – Siegel

Die Endprodukte sind schadstoffgeprüft nach dem weit verbreiteten Oeko-Tex Standard 100.  Die Regulierung der Chemikalien in den Fabriken entsprechen den höchsten Anforderungen am Markt und sind Greenpeace-„Detox-konform“.

 

Öko-Tex Standard 100 Siegel

Der STANDARD 100 by OEKO-TEX® ist ein weltweit einheitliches, unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen sowie verwendeter Zubehörmaterialien.

ACHTUNG:

Öko-Tex Standard 100 prüft ausschließlich Schadstoff-Rückstände in Textilien und berücksichtigt nicht die Herstellungsbedingungen daher ist das Siegel für die Umwelt nahezu wertlos.